von Schornsteinfeger | 31.08.2023 | Energiesparen
Bis Ende 2026 sollen Großstädte und bis Ende 2028 kleinere Städte Wärmepläne erstellen, um den Energieverbrauch und die Heizmethoden der Haushalte zu erfassen.Haushalte sollen demgemäß Daten zu Energieträgern und Verbräuchen der letzten drei Jahre bereitstellen, einschließlich Heiz- und Stromverbrauch sowie Nutzung von Photovoltaik oder Wärmepumpen. Die Kommunen sind für die Bestandsanalyse verantwortlich und benötigen Informationen zu Heizungsart, Energieträger, Baujahr der Anlage, Adresse und Lage des Haushalts. Mieter und Eigentümer müssen ihren Verbrauch für die Jahre 2021, 2022 und 2023 dem Vermieter mitteilen. Der Energieverbrauch kann bei den Netzbetreibern abgefragt werden, ältere Daten finden sich auf Rechnungen der Jahre 2021 oder 2022. Die Weitergabe von Verbrauchsdaten an Dritte durch Netzbetreiber erfordert eine Einwilligung der betroffenen Haushalte. Es ist noch unklar, wie der Verbrauch ermittelt werden soll, wenn innerhalb eines Jahres mehrmals der Versorger gewechselt wurde. Die genauen Vorgaben zur Datenerhebung sind bisher eher vage formuliert. Schornsteinfeger weisen darauf hin, dass die Überprüfung von Heizkesseln, Dämmung, Heizungsrohren und die Ermittlung des Einsparpotenzials einen Mehraufwand bedeute, dessen Kosten die Haushalte tragen müssten. Es ist möglich, dass ein Teil der Kosten in diesem Zusammenhang von Bund und Ländern übernommen wird.
Dieser Beitrag stammt aus unserer eigenen Redaktionsabteilung.
von Schornsteinfeger | 31.08.2023 | Sanierung
Im ersten Halbjahr 2023 gab es einen deutlichen Rückgang in der Nachfrage nach Wärmepumpen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnete 48.804 Anträge zur Förderung der Beschaffung einer Wärmepumpe, im Vergleich zu 97.766 Anträgen im Vorjahr. Ebenfalls wurde ein Rückgang bei den Dämmprojekten für Häuser festgestellt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 wurden 14,88 Millionen Quadratmeter Gebäudefläche gedämmt, was einem Minus von 14,82% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) zeigt Besorgnis über die Auswirkungen dieser Trends auf die nationalen Klimaziele im Gebäudesektor. Es gibt eine Verschiebung von Modernisierungsmaßnahmen hin zu Instandhaltungsmaßnahmen aufgrund steigender Baupreise, Zinsen und Förderkürzungen. Verschiedene Gründe für die Zurückhaltung bei den Anträgen werden in der Branche diskutiert, darunter die geringere Sorge vor einem Gasmangel, Debatten um das Gebäudeenergiegesetz, Unsicherheit über die zu wählende Technik und die Aussicht auf höhere Förderungen im kommenden Jahr. Es wird jedoch vor möglichen langen Wartezeiten bei der Bewilligung der Fördermittel und bei Installationen durch Fachbetriebe im nächsten Jahr gewarnt, falls die Nachfrage sprunghaft ansteigt.
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von Schornsteinfeger | 31.08.2023 | Schornsteinfeger
Deutschland steht vor einem erheblichen Problem: Viele Kehrbezirke, insbesondere in Pforzheim und Thüringen, bleiben unbesetzt. Dieser Mangel an Schornsteinfegern hat die Branche alarmiert. Der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger (ZDS) prognostiziert, dass in den nächsten zwölf Jahren etwa 750 bis 1.000 Regionen unbesetzt bleiben werden, weil nicht genügend Schornsteinfeger mit der erforderlichen Qualifikation vorhanden sind. Um dieser entmutigenden Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Schornsteinfegerinnung verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Erhöhung der Auszubildendengehälter und die Intensivierung von Werbekampagnen auf Social-Media-Plattformen. Darüber hinaus gibt es ein konzertiertes Bemühen, die seit langem bestehende Wahrnehmung von Schornsteinfegern zu korrigieren. Zahlreiche Fachkräfte in der Schornsteinfegerbranche haben eine Zusatzausbildung absolviert und sind inzwischen in die Rolle des Energieberaters übergegangen. Damit schaffen sie neue Perspektiven in einer Zeit, in der der Bedarf an Schornsteinfegern aufgrund der Umstellung auf effizientere Heizmethoden zurückgegangen ist. Diese Personen werden nun mit neuen Aufgaben betraut, beispielsweise mit der Durchführung weiterer Messungen, der Bereitstellung von Beratungsleistungen und der Optimierung der Energieeffizienz. Es ist mit einer Zusammenlegung der Kehrbezirke zu rechnen, was zu einem geringeren Bedarf an zugelassenen Bezirksschornsteinfegern führen, aber das Pensum der dann zuständigen Schornsteinfeger deutlich erhöhen wird.
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von Schornsteinfeger | 31.07.2023 | Sanierung
Die Energieeffizienz eines Gebäudes gewinnt als Wertfaktor im Immobilienbereich immer mehr an Bedeutung. Wegen steigender Zinsen und strengerer Klimaschutzbestimmungen fallen die Preise insbesondere für unsanierte Immobilien mit niedriger Energieklasse. Zwei Gesetzesinitiativen, das geplante Heizungsgesetz und das EU-Gesetz zur Gebäudeenergie, zielen darauf ab, bis Mitte des Jahrhunderts einen emissionsfreien Gebäudesektor zu erreichen. Sowohl Immobilieneigentümer als auch Kaufinteressierte sind angesichts dieser Veränderungen verunsichert, was letztendlich zu fallenden Kaufpreisen führt. Besonders betroffen sind Immobilien mit niedriger Energieeffizienzklasse.
Eine Studie von Immoscout24 zeigt, dass selbst in großen Metropolen Immobilien mit niedriger Energieeffizienzklasse signifikante Preisabschläge verzeichnen. Die Untersuchung zeigt Preisabschläge für Wohnungen und Einfamilienhäuser je nach Energieeffizienzklasse und Standort, wobei Gebäude der niedrigsten Energieeffizienzklasse (H) bis zu 51% unter dem Preis von Gebäuden der höchsten Klasse (A) liegen. Eine weitere Umfrage von Immoscout24 identifizierte hohe zukünftige Investitionen aufgrund von Klimaschutzauflagen als einen wichtigen Faktor, der Kaufinteressierte vom Erwerb einer Immobilie abhält. Angesichts der Ära des Klimawandels und steigender regulatorischer Anforderungen für Emissionsreduktionen gewinnt die Energieeffizienz einer Immobilie an Bedeutung für ihren Wert und ihre Attraktivität. Die altbekannte Immobilienweisheit ‚Lage, Lage, Lage‘ wird nun durch den kritischen Faktor ‚Energieeffizienz‘ erweitert.
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von Schornsteinfeger | 31.07.2023 | Heizkosten
Wasser-Wärmepumpen, als umweltfreundliche Heiz- und Kühlsysteme, gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Sie nutzen erneuerbare Wärmequellen, sind jedoch besonders in Bereichen mit sinkenden Grundwasserspiegeln von zunehmenden Ausfällen bedroht. Vor allem im Süden Deutschlands werden verstärkt solche Ausfälle festgestellt. Verbraucherzentralen raten, sich vor der Anschaffung einer solchen Pumpe über Wasserspiegel und die Wasserqualität zu informieren. Eine Studie des ARD-Politikmagazins berichtet, dass es oft schwierig ist, derartige Informationen zu erhalten. Nur etwa die Hälfte der deutschen Wasserwirtschaftsämter kann konkrete Angaben zum Grundwasserspiegel machen, wodurch eine seriöse Planung erschwert wird. Der Grundwasser-Atlas von correctiv.org bietet einige Informationen. Die Daten von etwa 6700 Messstellen zeigen, dass das Grundwasser an fast der Hälfte der untersuchten Orte zwischen 2018 und 2021 auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken ist. Dies kann vor allem Wasser-Wärmepumpen in Zukunft große Schwierigkeiten bereiten.
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