Strompreisbremse: Sonderregeln für Wärmepumpenbetrieb

Hausbesitzer, die in diesem Jahr eine Wärmepumpe beschafft und installiert haben, sollen von der Strompreisbremse profitieren. Nach einem Treffen mit Energieexperten und den Herstellern von Wärmepumpen kündigte Wirtschaftsminister Habeck eine Entlastung an, da Wärmepumpen mehr Strom benötigen und der Verbrauch bei vielen Wärmepumpenbesitzern gegenüber dem Vorjahr entsprechend deutlich gestiegen ist. Sie würden ansonsten benachteiligt, richtet sich die Preisbremse doch nach dem Vorjahresverbrauch als Bemessungsgrundlage. Der Beitrag erläutert die Politik in Bezug auf diese Heiztechnologie und die Regelungen zur Strompreisbremse.


Dieser Beitrag Strompreisbremse: Habeck will Sonderregel für Wärmepumpen stammt aus folgender Quelle tagesschau.de und wurde am 16.11.2022 veröffentlicht.
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Angst vor Blackout erzeugt Run auf Kaminöfen und Gasflaschen

In Baumärkten und im Internet ist die Nachfrage nach Kaminöfen und Gasflaschen sprunghaft gestiegen – die Sorge vor einem Blackout ist mittlerweile recht groß.

Auf der Suche nach alternativen Energieträgern sind vor allem Kaminöfen in den Blickpunkt geraten – nach Auskunft des Bundesverbandes der Schornsteinfeger ist der Wunsch nach Beratung geeigneter Öfen hier um etwa 75 Prozent gestiegen. Doch so schnell lässt sich der Wunsch nach einer Alternative oder Ergänzung der Gasheizungen nicht realisieren, die Hersteller kommen aktuell bei dem Nachfragevolumen nicht hinterher. Lieferzeiten von mehr als sechs Monaten sind eher die Regel denn eine Ausnahme.

Auch Propangasflaschen sind mittlerweile zu einem knappen Gut geworden. Die meisten Baumärkte melden Ausverkauf oder sind nur noch bereit, volle Behälter gegen die Rückgabe eines leeren Behälters zu verkaufen. Die Verbraucher horten die Gasflaschen, um im Falle eines Blackouts oder eines Gasnotstands die Wohnungen und Häuser mit einem Grill oder einem Terrassenstrahler zu beheizen. Davon raten Brandschutzexperten dringend ab – zu groß ist die Gefahr von Zimmerbränden oder auch einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid.


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Einsatz von Wärmepumpen auch in Altbauten möglich

Wärmepumpen sind unabhängig von Gas und Öl und können den benötigten Strom aus regenerativen Energiequellen wie Windkraftanlagen oder Solaranlagen beziehen. Ihr Wirkungsgrad ist hoch – aus 1 kWh Strom können 3 kWh Wärmeenergie (bei Erdwärmepumpen sogar 4 kWh) erzeugt werden, was deutlich über der Effizienz von Gasthermen liegt. Diese erzeugen weniger als 1 Kilowattstunde thermische Energie aus der gleichen Menge an elektrischer Energie.

Es wird daher erwartet, dass sowohl die Politik als auch Hersteller von Heizsystemen und Verbraucher vermehrt auf diese Technologie setzen werden. Der überwiegende Teil der Gebäude in Deutschland ist allerdings älter und verfügt noch nicht über eine hinreichende Dämmung. Solche Gebäude gelten allgemein als nicht oder nur eingeschränkt geeignet für den wirtschaftlichen Einsatz von Wärmepumpen.

Energieberater empfehlen vor dem Einsatz von Wärmepumpen zumeist die Durchführung umfangreicher Dämmungsmaßnahmen an den Außenwänden und am Dach, den Austausch von Fenstern sowie die Installation einer Fußbodenheizung. Diese Strategien sind allerdings aufwendig und teuer und haben sich somit als ungeeignet für die meisten Hausbesitzer erwiesen, wenn sie kurzfristig realisiert werden sollen. Laut einer umfassenden Studie des Freiburger Fraunhofer Instituts ISE ist es jedoch möglich, Wärmepumpen auch ohne vorherige Sanierung effizient einzusetzen.

Die Forscher evaluierten die Effizienz von Wärmepumpen in mehr als 40 Altbauten über einen Zeitraum von einem Jahr und kamen zu so nicht erwarteten Ergebnissen: Selbst ältere Wärmepumpen mit einem niedrigeren Wirkungsgrad erzielten annehmbare Resultate in nicht isolierten Gebäuden. Der wesentlichste Faktor war der Wärmeverbrauch und der Zustand der Heizkörper – sie waren von höherer Bedeutung als die Gebäudehülle. Früher wurden Heizkörper recht voluminös ausgelegt, was dem Einsatz von Wärmepumpen zugutekommt. Die Verfügbarkeit von großen Heizflächen ermöglicht den Einsatz von Wärmepumpen, bei relativ niedrigen Temperaturen. Eine Analyse durch einen Fachmann, wie zum Beispiel einem Installateur oder Energieberater, kann Klarheit schaffen, ob ein wirtschaftlicher Betrieb mit den aktuellen Heizkörpern realisierbar ist.

Als Daumenwert gilt ein Verbrauch von 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Liegen die Verbrauchswerte darüber, sollte eine Dämmung erfolgen – und dies völlig unabhängig davon, ob mit Gas, Strom oder Öl geheizt wird. Der Einsatz einer Wärmepumpe bei diesen Werten und Rahmenbedingungen erscheint wenig sinnvoll.

Den Test für die Eignung einer Wärmepumpe kann jeder Hausbesitzer in einfacher Weise selbst durchführen. An sehr kalten Wintertagen sollte die Betriebstemperatur der Heizung abgesenkt werden. Werden die Räume bei einer Vorlauftemperatur (also jene Temperatur des Heizungswassers am Austritt des Wärmeerzeugers) von 55 Grad oder weniger ausreichend erwärmt, so kann eine Wärmepumpe ohne weitere Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden. Wird dieser Zustand nicht ereicht, so sollten Heizkörper oder Fenster ausgetauscht und Maßnahmen zur Dämmung durchgeführt werden.


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Durchschnittskosten beim Heizen pro Quadratmeter

Die Heizkosten pro Quadratmeter sind gerade in Mietverhältnissen ein häufiger Indikator für die Heizkosten. Diese Kennzahl kann Vermietern und Mietern gleichermaßen dabei helfen, die Heizkosten einer Immobilie besser zu verstehen. Wann sind die Heizkosten pro Quadratmeter zum Beispiel so hoch, dass Sie handeln sollten? Der Beitrag erläutert die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche bei unterschiedlichem Verbrauchsverhalten und bei Einsatz unterschiedlicher Energieträger für die Beheizung des Objektes. Zwischen 70 und 80 Prozent der Heizkostenabrechnung basieren auf dem tatsächlichen Verbrauch. Die restlichen 20-30 % der Heizkosten entfallen auf Nebenleistungen wie Schornsteinfeger, Heizungswartung und Betriebsstrom. Diese Gemeinkosten gleichmäßig auf alle Mieter verteilt. Die Angaben basieren auf dem bekannten Heizindex der CO2Online gGmbH, der jährlich veröffentlicht wird. Dieser Index gibt einen guten Hinweis auf die Energiemenge, die zum Heizen eines bestimmten Raums erforderlich ist.


Dieser Beitrag Durchschnittliche Heizkosten pro Quadratmeter stammt aus folgender Quelle „heizungsfinde.de“ und wurde am 12.10.2022 veröffentlicht.
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Heizen mit Teelichtern – funktioniert das wirklich?

Heizen mit Teelichtern – funktioniert das wirklich?

Die Energiekrise treibt mitunter seltene Blüten: Viele Menschen in den sozialen Netzwerken teilen derzeit Beiträge und Videos für den Bau einer sogenannten Tonheizung, die mit Teelichtern und Blumentöpfen aus Ton betrieben wird. Etliche Anbieter dieser alternativen Heizungen – darunter auch Baumärkte sowie Internetshops – vermelden sprunghaft gestiegene Umsätze mit den entsprechenden Materialien und versprechen gemütliche Wärme zum erschwinglichen Preis.

Doch bei genauer Betrachtung eignen sich diese Tonheizungen mit Terrakottatöpfen aus dem Gartenmarkt nicht zu einem erstzunehmenden Ersatz herkömmlicher Energieträger: Ein Teelicht hat eine Wärmeleistung von etwa 40 Watt, ein konventioneller Heizkörper hingegen erzeugt 2.000 Watt. Um die gleiche Heizleistung zu erzeugen, wären entsprechend viele Teelichter vonnöten, was den vermeintlichen Preisvorteil sofort verwirken würde. Um einen Raum auf 20 Grad Wärme zu erhitzen, bedarf es einer Leistung von etwa 75 Watt pro Quadratmeter. Dies wären bei einer Raumgröße von 20 Quadratmetern 1.500 Watt und somit fast 38 (!) Teelichter.

Abseits dieser hohen Kosten (100 Stück kosten etwa 4,50 Euro) besteht auch eine erhöhte Gefahr von Wohnungsbränden. Das in den kleinen Schalen aus Aluminium befindliche Paraffin kann sich schnell zu einem Feuer ausbreiten, vor allem, wenn die Schälchen zu nahe beieinanderstehen. Kommt es zu einer unkontrollierten Verbrennung auf dem Tisch, so sind Löschversuche mit Wasser kontraproduktiv, da es ähnlich wie bei einem Fettbrand zu einer schlagartigen Brandausbreitung durch das flüssige Paraffin kommt, das leichter als Wasser ist und sich unter dem Wasser verteilt. Der Wasserdampf steigt zusammen mit dem Paraffin auf; es entsteht ein Feuerball, der sich schnell auf die Einrichtung im Zimmer ausbreiten kann.

Feuerwehren und Schornsteinfeger weisen auch darauf hin, dass die offene Flamme mehr Sauerstoff verbraucht, was zu einem häufigen Lüften führt, was wiederum den Raum abkühlt und somit den wärmenden Effekt weiter reduziert. Weiterhin besteht Verbrennungsgefahr, wenn man die heißen Tontöpfe versehentlich berühren sollte.

Fazit: Tonheizungen sind kein wirklicher Ersatz für konventionelle Energieträger und Heizkörper – weder aus Budgetgründen noch aus Umweltaspekten. Sie können aber im Falle eines Blackouts oder im Falle einer ausbleibenden Gasversorgung eine völlige Abkühlung der Wohnung verhindern. Für einen Dauereinsatz sind sie nicht geeignet.


Weitere Informationen: Bayerischer Rund: Brandgefährlich: Feuerwehren warnen vor Teelichtöfen (Link)


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Heizungsoptimierung umlegbar auf Mietkosten

Die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSimiMaV) verpflichtet alle Eigentümer eines Gebäudes mit Gasheizung, eine Heizungsprüfung durchzuführen und die Heizungsanlage optimieren zu lassen. Dabei entstehen Kosten, die jedoch auf die Miete umgelegt werden können, sofern sie nur die Wartung oder Inspektion, nicht jedoch mögliche Reparaturen betreffen. Letztere sind einzelfallbezogen und sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs durch den Eigentümer selbst zu tragen.


Dieser Beitrag Kosten für die jetzt vorgeschriebene Heizungsoptimierung: Umlegbar auf die Mieter? stammt aus folgender Quelle „www.infranken.de“ und wurde am 13.10.2022 veröffentlicht.
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