von Schornsteinfeger | 01.02.2024 | Umweltschutz
In einem innovativen Projekt haben Forscher der Universität Greifswald gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik Dämmplatten und Baumaterialien aus Rohrkolben entwickelt, einer Sumpfpflanze. Ein Produkt – das Typhaboard, ein Dämmmaterial aus Rohrkolben – wurde bereits entwickelt und soll in Bauvorhaben wie einem „Green Container“ Verwendung finden. Dieser Container aus Typha-Bauelementen könnte energieintensive Metallcontainer ersetzen und zeigt das Potenzial der Pflanze für den Bau.
Die Forschung an der Universität konzentriert sich auch auf die Minimierung von Treibhausgasemissionen und die Anpassung der Wasserverhältnisse für den Anbau von Rohrkolben. Zusätzlich wird erforscht, wie die Pflanzen ohne die Bildung von Kolben angebaut werden können, da dies für die Dämmwirkung von Vorteil ist. Obwohl die Ernte der Rohrkolben derzeit noch überwiegend in Handarbeit erfolgt und damit zeitaufwendig und teuer ist, gibt es Optimismus hinsichtlich der Entwicklung geeigneter Erntemaschinen. Diese Forschungen könnten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da durch die Nutzung von Rohrkolben in Bauvorhaben CO2 dauerhaft gebunden wird.
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von Schornsteinfeger | 02.01.2024 | Heizkosten
Bei der Wahl der besten Heizungsanlage für Gebäude stehen Wärmepumpen, Pelletheizungen, Gasheizungen und Fernwärmeanschlüsse zur Debatte. Eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vergleicht die Anschaffungs- und Betriebskosten sowie Fördermöglichkeiten dieser Systeme. Fernwärme, die drittwichtigste Heizenergie in Deutschland, bietet geringe Investitions- und Wartungskosten, da kein Heizkessel und keine Brennstofflagerung benötigt werden. Sie wird über ein Wärmenetz in Haushalte geleitet. Moderne Wärmeversorgung nutzt verschiedene Energiequellen, darunter Blockheizkraftwerke, Fernheizkraftwerke, Geothermiekraftwerke, Müllverbrennungsanlagen und solarthermische Anlagen. Energiequellen lassen sich in fossile Brennstoffe (Erdgas, Kohle, Öl), Biomasse, Biogas und Abfall sowie erneuerbare Alternativen einteilen.
Nachteile von Fernwärme sind fehlende Anbieterwahl, lange Vertragslaufzeiten, höhere Betriebskosten als Gasheizungen und eingeschränkte Verfügbarkeit. Gasheizungen bergen durch steigende CO2-Preise und Netzentgelte Kostenrisiken. Ab 2024 gelten neue Regelungen für Gasheizungen nach GEG-Vorschriften. Ab 2029 müssen Gasheizungen mindestens 15% klimaneutrales Gas nutzen, bis 2040 steigt dieser Anteil auf 60%. Der Heizspiegel 2022 zeigt hohe Heizkosten, insbesondere für Erdgas und Heizöl. Die Kosten für eine 70 Quadratmeter große Wohnung betrugen: Erdgas etwa 1.475 Euro (1.310 Euro für 2023), Heizöl 1.400 Euro (1.130 Euro), Fernwärme 1.015 Euro (1.115 Euro), Wärmepumpe 1.260 Euro (1.010 Euro), Holzpellets 1.050 Euro (870 Euro).
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von Schornsteinfeger | 02.01.2024 | Markt
Laut einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) sinkt der Markt für Biomasse-Heizungen (Pellets, Scheitholz, Hackschnitzel) deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Absatz um 32 Prozent. Im Kontrast dazu steigen die Verkaufszahlen für andere Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen.
Die Initiative Holzwärme sieht in der holzbasierten Wärmeerzeugung einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung und fordert eine stärkere Förderung. Verbände wie BDH, ZVSHK, DEPV und ZIV verlangen attraktivere Fördermaßnahmen für Biomasse-Heizungen. Die Initiative kritisiert bestehende Hürden, wie die verpflichtende Kombination mit Solarthermie, und betont die Notwendigkeit, alle CO2-reduzierenden Technologien gleich zu behandeln. Sie drängt auf die Umsetzung einer technologieoffenen Förderlandschaft, um den Markt für erneuerbare Energien auf Holzbasis zu beleben.
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von Schornsteinfeger | 02.01.2024 | Markt
Die Herbststatistik 2023 des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zeigt, dass der deutsche Heizungsmarkt mit 1.048.000 verkauften Wärmeerzeugern weiterhin stark ist – ein Anstieg um 46% im Vergleich zum Vorjahr und das erste Mal seit den 90er Jahren, dass über eine Million Heizungen verkauft wurden. Wärmepumpen waren mit 295.500 Einheiten (+86%) der Haupttreiber, während gasbasierte Geräte mit 625.000 Einheiten (+38%) ebenfalls stark zulegten.
Trotz des Wachstums warnt der BDH, dass dies eine Momentaufnahme sein könnte, angetrieben durch Vorzieheffekte aufgrund der Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Die Marktdynamik schwächt sich ab, wie der Rückgang des Wachstums bei Wärmepumpen von 105% auf 86% und sinkende Förderanträge beim BAFA zeigen.
Der BDH fordert stärkere politische Unterstützung, die alle Aspekte des GEG einschließt, wie Wärmeverteilung, Speicherung und Effizienzmaßnahmen. Die Mitgliedsunternehmen des BDH sind für das erste Quartal 2024 pessimistisch und rechnen mit einer schlechten Marktentwicklung, unbeeinflusst vom GEG. Gemeinsam mit dem ZVSHK hat der BDH einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der unter anderem höhere Fördersätze für Heizungsmodernisierungen vorsieht.
Schließlich hebt der BDH die Wichtigkeit des Gesetzes zur kommunalen Wärmeplanung hervor, warnt jedoch vor einer Verlangsamung der Modernisierung durch die Prüfung kommunaler Wärmeversorgungsoptionen. Der Verband betont, dass die Möglichkeit eines zukünftigen Anschlusses an ein Wärmenetz die Modernisierung nicht behindern darf, besonders bei durchschnittlich über 17 Jahre alten Heizungen.
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von Schornsteinfeger | 02.01.2024 | Sanierung
In der aktuellen Debatte um nachhaltige Heizsysteme und die bevorstehenden gesetzlichen Änderungen, steht die Wärmepumpe als eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Lösung im Fokus. Sie ermöglicht es, die Heizung unabhängig von fossilen Brennstoffen zu betreiben und gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dennoch zeigt sich, dass auch traditionelle Heizsysteme wie Öl- und Gasheizungen weiterhin eine Rolle spielen und nachgefragt werden. Insbesondere in der Übergangsphase zur vollständigen Nutzung erneuerbarer Energien können Hybridheizungen eine sinnvolle Lösung darstellen. Diese kombinieren eine Wärmepumpe mit einer bestehenden fossilen Heizung auf Basis von Gas oder Öl. So können Hausbesitzer von den Vorteilen beider Systeme profitieren. Neue Zahlen des Heizungsverbands zeigen, dass das Interesse an Öl- und Gasheizungen weiterhin besteht.
Laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden im ersten Halbjahr 2023 signifikant mehr Ölheizungen verkauft als im Vorjahr – genau genommen 48.500 Stück, was mehr als das Doppelte des Vorjahres ist. Diese Steigerung erfolgte nach einem Jahr, in dem aufgrund von Unsicherheiten in der Versorgung und Befürchtungen über steigende Energiekosten weniger Anlagen verkauft wurden. Die meistverkaufte Heizungsart waren Gasheizungen, mit einer Gesamtzahl von 385.000 Stück, was einem Anstieg von etwa einem Drittel gegenüber 2022 entspricht. Die meisten Hausbesitzer möchten mit dem Einbau eines neuen Öl- oder Gaskessels eine langfristige Lösung schaffen, in der Hoffnung, für die nächsten 25 Jahre ungestört zu sein“, erklärten Vertreter des BDH. Zudem wurde beobachtet, dass viele Kunden auch funktionstüchtige Kessel ersetzen ließen, die durchaus noch einige Jahre hätten betrieben werden können.
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